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„Mein Träumen hat sich verändert, weg vom Materiellen hin zu Sehnsüchten, die ich mir gern erfüllen würde“

In unserer neuen Kampagne träumt Peter von „einem Milliönchen“. Was er damit machen würde und warum er sich auch ohne als Gewinner fühlt, erfährst du im Interview.

Mutmacher
  • 09.11.2020
  • Autorin Katharina Hofmann, Franziska Falkenberg
  • Fotograf Nouki (Jan Ehlers)
  • Lesezeit3 Min.

In unserer neuen Kampagne träumt Peter von „einem Milliönchen“. Welche sozialen Themen ihm besonders am Herzen liegen, mit wem er so viel Geld teilen würde und warum er sich so oder so als Gewinner fühlt, erzählt er im Interview.

Deutsche Fernsehlotterie: Peter, in unserem Kampagnen-Spot sagst du, dass du dich als Gewinner fühlst – auch wenn du bei uns noch nicht gewonnen hast. Kannst du beschreiben, warum das so ist?

Peter: Wenn ich auf die vergangenen 50 Jahre zurückschaue, dann fühle ich eine große Dankbarkeit für mein Leben und für meine Familie. Ich fühle mich mit vielen Frauen und Männern meiner Generation in diesem Gefühl verbunden und hoffe, ich kann das auch spürbar ausstrahlen. Ich weiß, dass es nicht allen so geht, aber ich kann ja nur von mir ausgehen. Das ist der zentrale Gewinn meines Lebens. Man könnte auch sagen: Meine Familie ist mein Jackpot. Tatsächlich habe ich noch nie etwas Wesentliches gewonnen, trotz redlichem Bemühen. Die Deutsche Fernsehlotterie sehe ich als eine solidarische Spielgemeinschaft, deren erstes Ziel das gemeinsame Helfen ist: Wir tragen viele kleine Beträge zusammen und drehen große Räder. Ab und zu gewinnt mal eine oder einer und wir freuen uns alle ehrlich und solidarisch – ein wunderbarer Effekt.

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Deutsche Fernsehlotterie: Was verbindet dich mit uns?

Peter: Die Deutsche Fernsehlotterie und ich sind quasi zusammen groß geworden. In den 60er-Jahren kamen die ersten Fernseher ins Dorf. Wir haben uns dann am Samstag alle bei einem Nachbarn vor dem Fernsehgerät getroffen, es gab zu Essen und zu Trinken, jeder brachte etwas mit, vor allem einen Stuhl. Es waren große Gefühle von Gemeinschaft, Zusammengehörigkeit und Solidarität. Das schwingt heute noch in mir. Fester Bestandteil des Programms war die Verlosung. Diese gigantische Lostrommel – und die meisten von uns direkt dabei: unser Losabschnitt war in dieser Trommel. Spannung, Ziehung... wieder nicht gewonnen. Schade, aber Gutes getan zu haben, war der Trost und wenn das Glück in der Nähe einschlug, haben wir uns auch als Gewinnerinnen und Gewinner gefühlt. Und heute? Heute habe ich ein MEGA-LOS und die Gewinnbenachrichtigung kommt, gegebenenfalls, per Mail. Oder?

Deutsche Fernsehlotterie: Tatsächlich werden kleinere Geldgewinne automatisch auf dein Konto überwiesen, bei größeren Gewinnen informieren wir vorab per Einschreiben. Sollte es soweit sein: Welchen Traum würdest du dir erfüllen?

Peter: In letzter Zeit hat sich mein Träumen verändert. Das Materielle rückt immer mehr in den Hintergrund. Ein Beispiel: Ich habe viele gute Gitarren. Es gibt natürlich bessere und die kosten viel Geld. Die könnte ich mir dann kaufen, die klingen auch besser, aber der unzulängliche Spieler bleibt derselbe. Das kann man auf Häuser, Autos und Motorräder übertragen. Meine Träume sind Sehnsüchte geworden: fremde Länder und Kulturen erleben, den Potala-Palast in Tibet sehen, durchs Outback streifen, mit dem ehemaligen Extremsportler und Bergsteiger Robert Peroni in Grönland wandern – diese Dinge erleben, mit meiner Frau, meinen Kindern, Freundinnen und Freunden, das wäre ein Traum. Die Lebenszeit dafür zu haben, wäre ein großes – nicht käufliches – Geschenk.

Ein Mann mit Brille sitzt auf einem Stuhl, hält die Fingerspitzen aneinander und lächelt.

Deutsche Fernsehlotterie: Im Kampagnen-Spot sagst du auch, dass du andere an deinem Glück teilhaben lassen möchtest. Wen würdest du unterstützen?

Peter: Meine Frau, meine Kinder – ja, ganz besonders meine Kinder. Sie sind ja Teil einer Generation, die sich bis zum Eintritt des Erbfalls eher bescheiden durchs Leben bewegen muss. Kaum Aussicht auf Rente, befristete Jobs … Ich würde ihnen gerne bei der Familiengründung aus dem Quark helfen: Wohnung, Haus, usw. Das ist aber ganz individuell. Kinder würde ich generell gerne unterstützen. Meine Frau und ich machen das schon seit Jahren in Indien und Laos, aber mehr geht ja bekanntlich immer.

Deutsche Fernsehlotterie: Welche sozialen Themen liegen dir besonders am Herzen?

Peter: Kinder und Familien. Ich bin neben meiner Haupttätigkeit auch als Familienberater im FamilyLab Deutschland engagiert. Ich hatte das große Glück, meine Ausbildung bei dem großen dänischen Pädagogen Jesper Juul machen zu dürfen. Sein Credo war stets: Geht es den Eltern gut, geht es den Kindern gut. Meine Aufgabe: Eltern von existenziellen Sorgen frei zu halten, Unterstützung in der Kindererziehung zu geben, Handicaps auszugleichen, etc. In diesem Thema fühle ich mich mit der Fernsehlotterie sehr eng verbunden und gut verstanden.

Als Soziallotterie fördern wir viele Projekte, die Kinder und Familien in schwierigen Lebenslagen begleiten.

Eines davon ist „Stark ins Leben“. Hier werden junge Väter, denen es – aus unterschiedlichen Gründen – schwerfällt, eine tiefe Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, unterstützt. Was es für eine gute Beziehung zum Kind braucht und warum diese das komplette restliche Leben prägt, erfährst du in unserem Interview „Väter stärken: Wie ein Projekt Männern Mut macht, eine emotionale Bindung zum Kind einzugehen“.

Auch den Verein „Zeit für Zukunft - Mentoren für Kinder e.V.“ konnten wir fördern. Mit dem Geld etablierte der Verein ein Programm zur Persönlichkeitsentwicklung für Kinder aus sozial schwachen Familien. Im Interview „Wir lassen Kinder in der Krise nicht allein!“ spricht Vereinsmitglied Kathrin Sachse über Freundschaft auf Distanz und wichtige Unterstützung für belastete Familien – vor und während der Corona-Krise.

Deutsche Fernsehlotterie: Wie hat dir der Drehtag für unsere Kampagne in Berlin gefallen?

Peter: Der Dreh war für mich wie die Tür in eine andere Welt. Ich war wie ein kleines Kind: neugierig und völlig ohne Angst. Alle Menschen am Set waren sehr freundlich, professionell und sehr konzentriert. Mein Hemd wurde mindestens drei Mal gebügelt. Man konnte sich fallen lassen. Der Regisseur Simon Reichel hat auch das Interview mit mir geführt. Es war wie ein Tanz: leicht, beschwingt, fordernd, mit einem nicht einengenden Kontakt – eine sehr schöne Erfahrung. Das Fotoshooting war locker, heiter und phasenweise sehr witzig.

Deutsche Fernsehlotterie: Danke dir, Peter, dass du uns an deinen Träumen hast teilhaben lassen, für deine langjährige Unterstützung und dein großes Engagement für Kinder und Familien. Du bist ein Gewinn!

In unserer neuen Kampagne lassen wir Menschen zu Wort kommen, die eine ganz persönliche Verbindung zu uns haben. Menschen, die uns seit vielen Jahren mit ihrem Los helfen, soziale Projekte zu unterstützen. Menschen, die engagiert sind, in von uns geförderten Projekten oder anderweitig. Menschen, die von einem Gewinn träumen. Menschen, die besondere Erlebnisse mit uns verbinden. Kurz – viele unterschiedliche Menschen, die aber Eines eint: Sie unterstützen uns dabei, die Idee des solidarischen Miteinanders in unserer Gesellschaft zu stärken – mit einem Los, mit persönlichem Engagement, mit Achtsamkeit im Alltag, mit Herz.

„Wir wollen in einer offenen Atmosphäre über freie Interviews ohne Skript und Vorgaben Menschen und ihren Gedanken zu Solidarität und Miteinander in unserem Land eine Bühne geben und so erklären, was wir mit der Förderung hunderter Projekte jedes Jahr dazu beitragen“, beschreibt unser Geschäftsführer Christian Kipper die Idee hinter der Kampagne. „Die Offenheit der Menschen hat uns beeindruckt und überwältigt.“

Zum Start der Kampagne erzählen Gabriele (53), Teresa (32), Peter (65), Ove (35), Sarah (24) und das Großmutter-Enkelin-Duo Karin (79) und Mila (20), was Solidarität für sie bedeutet und was sie mit uns verbindet. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate gesellen sich noch zwölf weitere Protagonist*innen mit ihren persönlichen Geschichten dazu.

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