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In unserem Magazin geben wir Menschen, die sich für andere einsetzen, eine Bühne.
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„Ich wünschte, wir würden wieder lernen, uns für die Inhalte und Werte außerhalb unserer eigenen Bubble begeistern zu können“

Architekt Ove (35) erzählt, warum eine Kosmetiktasche dazu geführt hat, dass er seit über zehn Jahren ein MEGA-LOS besitzt und warum damit eigentlich alle gewinnen.

Mutmacher
  • 09.11.2020
  • Autorin Katharina Hofmann, Franziska Falkenberg
  • Fotograf Nouki (Jan Ehlers)
  • Lesezeit3 Min.

In unserer neuen Kampagne erzählt Architekt Ove (35), warum eine Kosmetiktasche dazu geführt hat, dass er seit über zehn Jahren ein MEGA-LOS besitzt und warum damit eigentlich alle gewinnen. Hier im Magazin erfährst du außerdem, welche Ideen der 35-Jährigen für eine bessere Gemeinschaft hat und warum auch du dabei eine Rolle spielst.

Deutsche Fernsehlotterie: Ove, wie bist du darauf gekommen, dich für unsere Kampagne zu bewerben?

Ove: Auf die Idee, mich zu bewerben, bin ich ursprünglich über meinen Freund Simon gekommen, der bei dem Dreh Regie geführt hat. Wir saßen bei einem gemeinsamen Essen, während er von seinem neuen Projekt und der Idee dahinter berichtete. Er schlug mir vor, mich euch vorzustellen, nachdem ich ihm meinen Bezug zur Deutschen Fernsehlotterie geschildert habe. Reizvoll war für mich vor allem der Einblick in die Produktion und ich bin ganz froh über die Erkenntnis, dass ich im Zentrum der Aufmerksamkeit stehend doch recht natürlich und entspannt bleiben konnte. Der Dreh war für mich eine wunderbare Erfahrung.

Deutsche Fernsehlotterie: Was verbindet dich mit uns?

Ove: Vor über zehn Jahren habe ich ein MEGA-LOS von meinem Vater geschenkt bekommen, in Reaktion auf meinen Wunsch, keine materiellen Geschenke mehr zu erhalten. So unterstützt er in meinem Namen soziale Projekte und ich habe mich tatsächlich schon das ein oder andere Mal über einen Gewinn freuen dürfen.

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Deutsche Fernsehlotterie: Gibt es ein soziales Thema, das dir besonders am Herzen liegt?

Ove: Gerade haben wir alle zusammen und damit auch jede und jeder individuell für sich immer mehr gesellschaftliche Themen zu verhandeln. Im Grunde ist jedes Thema, zu welchem ein Gespräch geführt werden muss, mindestens relevant. Das ist für einzelne in dieser Zeit schwierig, da die Notwendigkeit, sich zu allem zu positionieren, vielen die Orientierung zu nehmen droht. Deshalb ist mein größtes Anliegen derzeit, dass sich die Menschen offen und besonnen wieder einander zuwenden sollten und lernen, in Ruhe zuzuhören, statt im Kopf bereits Gegenargumente oder eigene Anliegen zu formulieren. Gerade die leisen Stimmen sind es, auf die wir besonders achten sollten, sind es doch die Lauten, die leider nur zu oft vermeintliche Selbstsicherheit durch Ignoranz und Intoleranz aufbauen.

Eine Frau mit Mund-Nasen-Schutz richtet die Frisur eines jugen Mannes, im Vordergrund läuft eine andere Person durchs Bild.

Deutsche Fernsehlotterie: Welche Ideen hast du für eine bessere Gemeinschaft – und wie kann jede*r Einzelne dabei mithelfen?

Ove: Wir haben uns mehr und mehr von kleinen Gemeinschaften, Nachbarschaften, sozialen Strukturen, die wir als solche überblicken und emotional erfassen können, weg entwickelt. Dieses äußert sich in der Art und Weise des Zusammenlebens, das mehr und mehr bestimmt ist von Anonymität und Beiläufigkeit. Wir fühlen uns in unseren Nachbarschaften nicht mehr emotional und sozial geerdet, sondern leben in einer abstrakten, digitalen Gemeinschaft über die Grenzen unseres Hauses, unseres Kiezes und unserer Stadt hinweg, die durch unser eigenes Werteverständnis definiert wird, allerdings auch oft auf dieses reduziert bleibt. Hierdurch entgeht uns die Begegnung mit dem (Noch-)Un-Eigenen, was uns die alte Dame aus dem Fünften oder die pubertären Zwillinge aus dem Erdgeschoss vielleicht nahe bringen würden, wenn wir uns mehr in der Hausgemeinschaft oder auf einem Kieztreffen austauschen und wieder lernen würden, uns für die Inhalte und Werte außerhalb unserer eigenen Bubble begeistern zu können. Wir hetzen durch den Alltag und versichern uns über die flirrenden Inhalte auf unserem Smartphone unserer Selbst, während links und rechts an uns die Inhalte vorbeiziehen, die uns tatsächlich bereichern würden. Ich glaube, in einer offen und interessiert gelebten Nachbarschaft, in welcher Raum für jede und jeden und alles gefunden werden kann, liegt der Schlüssel für eine gesamtgesellschaftliche Annäherung der unterschiedlichen Interessen, Kulturen und Bedürfnisse, weshalb ich jede und jeden dazu ermuntern möchte, einmal das Telefon in der Tasche zu lassen, bewusst durch die Straßen und Flure zu gehen und Gefahr zu laufen, in einem spontanen Gespräch mit einer unbekannten Person gleich zwei Horizonte auf einmal zu erweitern.

Als Soziallotterie setzen wir uns auch für Nachbarinnen und Nachbarn ein: Jedes vierte von uns geföderte Projekt ist eines, das sich für ein solidarisches Miteinander im Viertel stark macht.

Darunter unter anderem der Gemeinschaftsgarten in Freiburg, in dem Menschen unterschiedlicher Kulturen und Generationen zusammenkommen. Welche positiven Effekte ein gemeinschaftlicher Garten hat und wie man ein solches Projekt im eigenen Viertel angehen kann, erklären wir außerdem hier.

Deutsche Fernsehlotterie: Welchen Traum würdest du dir mit einem Gewinn erfüllen?

Ove: Viel würde ich nicht verändern, vielleicht in ein neues Telefon investieren und mir am Herzen liegende Institutionen etwas unterstützen, den Rest jedoch für eine große Reise zur Seite legen für die Zeit, wenn Reisen wieder möglich ist ...

Deutsche Fernsehlotterie: Danke dir, Ove, dass du deine Ideen für ein solidarisches Miteinander geteilt hast und dich mit uns dafür einsetzt. Du bist ein Gewinn!

In unserer neuen Kampagne lassen wir Menschen zu Wort kommen, die eine ganz persönliche Verbindung zu uns haben. Menschen, die uns seit vielen Jahren mit ihrem Los helfen, soziale Projekte zu unterstützen. Menschen, die engagiert sind, in von uns geförderten Projekten oder anderweitig. Menschen, die von einem Gewinn träumen. Menschen, die besondere Erlebnisse mit uns verbinden. Kurz – viele unterschiedliche Menschen, die aber Eines eint: Sie unterstützen uns dabei, die Idee des solidarischen Miteinanders in unserer Gesellschaft zu stärken – mit einem Los, mit persönlichem Engagement, mit Achtsamkeit im Alltag, mit Herz.

„Wir wollen in einer offenen Atmosphäre über freie Interviews ohne Skript und Vorgaben Menschen und ihren Gedanken zu Solidarität und Miteinander in unserem Land eine Bühne geben und so erklären, was wir mit der Förderung hunderter Projekte jedes Jahr dazu beitragen“, beschreibt unser Geschäftsführer Christian Kipper die Idee hinter der Kampagne. „Die Offenheit der Menschen hat uns beeindruckt und überwältigt.“

Zum Start der Kampagne erzählen Gabriele (53), Teresa (32), Peter (65), Ove (35), Sarah (24) und das Großmutter-Enkelin-Duo Karin (79) und Mila (20), was Solidarität für sie bedeutet und was sie mit uns verbindet. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate gesellen sich noch zwölf weitere Protagonist*innen mit ihren persönlichen Geschichten dazu.

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