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In unserem Magazin geben wir Menschen, die sich für andere einsetzen, eine Bühne.
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„Der Dialog zwischen Generationen ist die einzige Möglichkeit, die Sichtweise des jeweils anderen kennenzulernen und zu verstehen“

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„Der Dialog zwischen Generationen ist die einzige Möglichkeit, die Sichtweise des jeweils anderen kennenzulernen und zu verstehen“

Was bedeutet Solidarität? Karin (79) und Enkeltochter Mila (20) haben da eine ganz klare Meinung! Erfahre mehr über die beiden und was sie voneinander gelernt haben.

Mutmacher
  • 09.11.2020
  • Autorin Katharina Hofmann, Franziska Falkenberg
  • Fotograf Nouki (Jan Ehlers)
  • Lesezeit4 Min.

In unserer neuen Kampagne erzählen Karin (79) und ihre Enkeltochter Mila (20), was Solidarität für sie bedeutet und warum ihnen ein regelmäßiger Austausch wichtig ist. Hier im Magazin erfährst du, was die beiden voneinander gelernt haben und für welche sozialen Themen sie sich engagieren.

Deutsche Fernsehlotterie: Karin, Mila, im Kampagnen-Spot erzählt ihr, dass ihr euch im Alltag viel austauscht und euch gegenseitig helft. Was habt ihr voneinander gelernt?

Karin: Meine Enkeltochter Mila ist ein entzückendes, herzerfrischendes, kontaktfreudiges junges Mädchen und besitzt eine erfrischend positive Grundeinstellung. Mila ist – zu meiner großen Freude – ein absoluter Familienmensch, setzt sich gern im Gespräch mit den Dingen des Lebens auseinander und verhält sich sehr sozial. Sie probiert gerne Neues aus, sei es beim Kochen, bei der Kleidung, beim Sport oder im technischen und künstlerischen Bereich. Ich dagegen bin eine „Sicherheitsfanatikerin“: Bevor ich von bewährten Situationen abweiche, überlege ich sehr genau, welche Folgen auftreten könnten. Mila überzeugt mich oft durch ihren Ideenreichtum und ihre Spontaneität, Dinge anders als gewohnt anzugehen – neue Wege zu beschreiten. Das ist nicht verkehrt, es bereichert mein Leben. Auf der anderen Seite habe ich ihr durch meine vorsichtige Art aber schon einiges Leid ersparen können.

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Mila: Meine Oma ist eine wichtige Bezugsperson für mich. Ich kann immer auf sie zählen und kann mich – mit egal welchen Problemen – an sie wenden. Karin ist eine großzügige, wissbegierige Person mit einem großen Herzen. Der ständige Austausch zwischen uns ist für uns beide toll. Wir gehen auch zusammen zum Sport, oder tauschen uns über mögliche neue Reiseziele aus. Da ich ein wahrer Familienmensch bin, besuche ich meine Eltern oft – und meine Großeltern wohnen dort in der Wohnung direkt nebenan. Somit sehe ich meine Familie mindestens einmal in der Woche. Der Austausch zwischen Großeltern und Enkelkindern findet also quasi dauerhaft statt. Ich helfe meiner Oma gerne bei technischen Problemen, zum Beispiel bei ihrem Smartphone oder TV.

Deutsche Fernsehlotterie: Warum ist aus eurer Sicht der Austausch zwischen den Generationen wichtig?

Mila: Ich finde diesen Austausch besonders wichtig, weil durch die verschiedenen Ansichtsweisen bzw. Erfahrungen beide Seiten voneinander profitieren und sich gegenseitig ergänzen können.

Karin: Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Austausch zwischen den Generationen für jede und jeden von großem Nutzen ist. Wir „Alten“ profitieren zum Beispiel von dem Wissen der „Jungen“ im technischen Bereich und diese wiederum können von unserer Lebenserfahrung einiges übernehmen. Der ständige Dialog zwischen den Generationen ist die einzige Möglichkeit, die Sichtweise des jeweils anderen kennenzulernen, zu verstehen, zu tolerieren und vor allen Dingen zu respektieren.

Eine junge und eine alte Frau sitzen nebeneinander auf zwei Sesseln und lächeln.
Mila (l.) und ihre Großmutter Karin (r.) beim Dreh in Berlin.

Deutsche Fernsehlotterie: Gibt es weitere soziale Themen, die euch besonders am Herzen liegen?

Mila: Meine Grundschulzeit habe ich in einer Integrationsklasse verbracht. Zwei meiner Mitschülerinnen hatten das Down-Syndrom. Uns wurde von Schulbeginn an beigebracht, dass alle Schülerinnen und Schüler gleich sind und niemand ausgeschlossen werden darf. Mir liegt dieses Thema besonders am Herzen und ich unterstütze Projekte für Menschen mit Behinderung am liebsten, da ich mich sehr gerne an meine Grundschulzeit und die lehrreichen und lustigen Momente dort erinnere.

Karin: Besonders am Herzen liegen mir soziale Projekte, die sich mit der Stärkung von Kinderrechten befassen. Kinder sind das schwächste Glied unserer Gesellschaft. Sie sind abhängig von den Erwachsenen, sind ihnen ausgeliefert. Es ist bewundernswert, dass es Menschen gibt, die sich ehrenamtlich engagieren, um Kinder zu schützen, zu stärken, zu begleiten. Nur mit ihrer Unterstützung ist es betroffenen Kindern möglich, ein normales, gewalt- und angstfreies Leben in der Familie, in der Schule und der Freizeit zu führen. Meine Hochachtung!

Als Soziallotterie fördern wir vielfältige Projekte, auch solche, die Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenslagen begleiten. So etwa die Online-Beratungsstellen „onbera“ für junge Menschen mit Essstörung oder Suizidgedanken (ein Interview dazu findest du hier) oder „Antihelden*“, an die sich insbesondere Jungen, die Opfer von sexualisierter Gewalt geworden sind, anonym wenden können und Hilfe erhalten – hier erfährst du mehr über das Projekt. 

Wir fördern aber auch das Miteinander der Generationen: In Arrach zum Beispiel kommen dank unserer Hilfe Seniorinnen und Senioren und Kita-Kinder jeden Montag zum gemeinsamen Zeitvertreib zusammen (lies hier unsere Reportage) und bei KulturistenHoch2 besuchen Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit einer älteren Person, die nur wenig Geld zur Verfügung hat, kulturelle Veranstaltungen (hier kannst du die Geschichte von Julia und Frau Rieper lesen).

Deutsche Fernsehlotterie: Was verbindet euch mit uns?

Mila: Ich verbinde mit euch meine Oma Karin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Tradition ihrer Oma und Mutter weiterzuführen und verschenkt zu besonderen Anlässen ein Los der Deutschen Fernsehlotterie. Ich habe zum Beispiel zu meiner Einschulung mein erstes Los von ihr geschenkt bekommen. Meiner Oma ist es sehr wichtig, dass alle ihre Enkelkinder verstehen, welcher Grundgedanke hinter den Losen steckt – die Unterstützung von sozialen Projekten. Somit habe ich schon in einem jungen Alter erfahren, was Solidarität bedeutet.

Karin: Die Deutsche Fernsehlotterie ist für mich die Gesellschaft, die mit einem Großteil ihres Losverkauf-Erlöses diverse soziale Projekte in Deutschland fördert und unterstützt. Als ich noch Kind war, hat meine Oma bereits Lose gekauft und verschenkt. Diese wunderschöne Familientradition führe ich fort. Ich kaufe Lose und verschenke sie zu besonderen Anlässen an meine Familie oder an meine Freundinnen und Freunde.

Eine junge Frau sitzt auf einem Sessel und schaut lächelnd eine alte Frau an, die auf dem Sessel neben ihr sitzt.

Deutsche Fernsehlotterie: Welchen Traum würdet ihr euch mit einem Gewinn erfüllen?

Karin: Ich würde sehr gerne mit der ganzen Familie einen längeren Urlaub in Asien verbringen.

Mila: Mit einem Gewinn würde ich mir den großen Wunsch einer Weltreise erfüllen. Am liebsten wäre ich mehrere Monate am Stück unterwegs, um neue Länder mit ihren Kulturen kennenlernen zu können. Da ich schon viel von Europa gesehen habe, zieht es mich am meisten nach Asien, aber auch Skandinavien finde ich interessant. Meine Traumreise würde in Skandinavien beginnen, dann nach Indien, darauf nach Thailand, Vietnam, Philippinen, Fiji und Indonesien. Wenn ich dann noch Zeit übrig habe, würde ich einfach schauen, wo es mich hintreibt.

Deutsche Fernsehlotterie: Wie hat euch der Drehtag in Berlin gefallen?

Mila: Sehr! Es war mein erster Dreh, ich war am Anfang extrem aufgeregt, doch die Crew war super nett und ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. Alle waren fröhlich und wir haben viel zusammen gelacht.

Karin: Der Dreh war auch für mich äußerst spannend und interessant. Die Organisation verlief auf allen Gebieten perfekt: angefangen von der Erfüllung der Hygienevorschriften, übers Styling bis zum Fotoshooting. Besonders stark beeindruckt hat mich die Freundlichkeit aller Anwesenden, das herzliche Miteinander und die entspannte Atmosphäre.

Deutsche Fernsehlotterie: Vielen Dank euch beiden, dass ihr uns Einblicke in euren Alltag gewährt habt, der so sehr geprägt ist von Solidarität und Miteinander. Karin und Mila, ihr seid ein Gewinn!

In unserer neuen Kampagne lassen wir Menschen zu Wort kommen, die eine ganz persönliche Verbindung zu uns haben. Menschen, die uns seit vielen Jahren mit ihrem Los helfen, soziale Projekte zu unterstützen. Menschen, die engagiert sind, in von uns geförderten Projekten oder anderweitig. Menschen, die von einem Gewinn träumen. Menschen, die besondere Erlebnisse mit uns verbinden. Kurz – viele unterschiedliche Menschen, die aber Eines eint: Sie unterstützen uns dabei, die Idee des solidarischen Miteinanders in unserer Gesellschaft zu stärken – mit einem Los, mit persönlichem Engagement, mit Achtsamkeit im Alltag, mit Herz.

„Wir wollen in einer offenen Atmosphäre über freie Interviews ohne Skript und Vorgaben Menschen und ihren Gedanken zu Solidarität und Miteinander in unserem Land eine Bühne geben und so erklären, was wir mit der Förderung hunderter Projekte jedes Jahr dazu beitragen“, beschreibt unser Geschäftsführer Christian Kipper die Idee hinter der Kampagne. „Die Offenheit der Menschen hat uns beeindruckt und überwältigt.“

Zum Start der Kampagne erzählen Gabriele (53), Teresa (32), Peter (65), Ove (35), Sarah (24) und das Großmutter-Enkelin-Duo Karin (79) und Mila (20), was Solidarität für sie bedeutet und was sie mit uns verbindet. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate gesellen sich noch zwölf weitere Protagonist*innen mit ihren persönlichen Geschichten dazu.

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